December 2, 2025, Filed Under: Nature Walks Es ist Mitte November in Austin. Der letzte Herbstmonat bricht an, obwohl die Temperaturen genau dagegen sprechen. Und trotzdem gibt es doch Zeichen der Jahreszeit. Möchtet ihr auch solche Hinweise sehen? Dann geht in die Stadt zum Fluss, und zwar zum richtigen Fluss–dem frei fließenden Fluss unter den Staudämmen. Geht dahin, wo fast immer Wasser fließt, färben sich die Blätter der Zeder-Ulme und der Platane (wie es sich gehört!). Gleich raschelt ihr Herbstlaub unter unseren Fußstapfen. Dort, wo der Eisvogel und die Kormorane fischen. Dort, wo die Reiher wie Statuen jagen. Dort, wo die Enten, gleich aus Kanada angekommen, unsere warmen Wintermonate verbringen. Hier halten sie sich auf, wo das Wasser (fast) nie friert. Die Schnatterente, eine von vielen überwinternden Entenarten Der Blaureiher ist hier am Fluss zu Hause. Ein Silberreiher holt einen kleinen Imbiss Ein Fischadler fischt hoch über dem Fluss Diese Zeichen des Herbstes haben wir am vergangenen Sonntag beobachtet und genossen. Sechs verschiedene Entenarten haben ihren winterlichen Rastplatz bereits gefunden. Sogar ein Fischadler flog flussabwärts über unseren Köpfen in die Ferne hinweg. All diese Enten wie auch der Fischadler kann man (am richtigen Ort und zur richtigen Zeit) auch in Deutschland sehen! Schön, gel? Und doch war es wieder sehr warm und viele Libellen haben davon profitiert. Von der riesigen Königslibelle hin bis zur kleinen aber feinen Hetaerina americana konnten wir uns an diesen fliegenden Fossilien erfreuen–was unsere Freunde und Familien im weiten, kalten Norden nicht mehr bis nächsten Mai können. Königslibelle Hetaerina americana